Dekanat Rüsselsheim

Angebote und Themen

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        Gottesdienst an Himmelfahrt in Groß-Gerau-Süd

        Alles Gute kommt von oben? Was ein Quatsch

        Heidi Förster

        "Wenn ihr ständig nach oben schaut, dann verliert ihr den Blick für das Naheliegende", predigte der Worfelder Pfarrer Uwe Ried an Himmelfahrt. Aus Berkach, Büttelborn, Esch, Groß-Gerau/Stadt, Klein-Gerau, Nauheim, Wallerstädten und Worfelden waren etwa 120 Christinnen und Christen zum Gottesdienst in Groß-Gerau/Süd versammelt. Jürgen Glaß leitete den Posaunenchor mit Bläserinnen und Bläsern aus Groß-Gerau und Büttelborn.

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        Liturgie und Predigt hielten die Pfarrer Uwe Ried (Worfelden), Burkhardt Lusky (Büttelborn) und Pfarrerin Ellen Simon aus Klein-Gerau. "Klein Büwo" nennt sich das Dreiergespann und der Gottesdienst hielt für die versammelte Gemeinde viele Schmunzler bereit. Gleich anfangs machte Uwe Ried klar, dass die Jünger an Himmelfahrt vor 2000 Jahren den Geist noch nicht hatten, Pfingsten sei erst in 10 Tagen. 

        ein süddeutscher missglückter Himmelfahrtsbrauch sorgt für Lacher

        Zu Beginn seiner Predigt verlas Uwe Ried einen missglückten Himmelfahrtsbrauch aus Süddeutschland, wo es früher üblich war, eine Christusstatue in der Mitte der Kirche in feierlicher Prozession per Seil und umgeben von Weihrauchdämpfen nach oben zu ziehen. Oben angekommen erschall Getöse, das den Kampf Christi mit dem Teufel darstellen sollte. Als die Statue dann mit Gepolter von oben herab flog und in tausend Splitter am Boden zerschellte, kam der Küster mit Schaufel und Besen, tat die Überreste in einen Eimer, ließ ihn hochziehen und antwortete auf verwunderte Fragen: "Nauf muss er!" 

        Himmelfahrt heißt: Blick nach vorn

        Pfarrer Uwe Ried ermunterte die Gottesdienstbesucher - nicht nur an Himmelfahrt - den Blick statt nach oben nach vorn zu richten, "dahin ist Jesus aufgefahren, nach vorn, in die Zukunft, mitten hinein in Euch, in Euren Alltag. Und wenn es nicht so kitschig nach Auferstehungsromantik klänge möchte ich sagen, bis zu mir, zu dir, in unsere Herzen."

        im Geiste Jesu Erde gestalten

        Wann wird die Sache Jesu zu ihrem guten Ende gekommen sein? - eine rhetorische Predigfrage, die der Worfelder Pfarrer auch gleich mit einer Empfehlung beantwortete: "Im Geiste Jesu unsere Erde gestalten ist unsere schlichte von Gott gesetzte Aufgabe. Nicht verzückt, entgeistert, entsetzt nach oben zu starren, sondern ruhig, mutig und offenen Auges nach vorn, damit wir dem Himmel tatsächlich entgegen gehen. Mag sein, dass uns Jesus noch entgegenkommt." 

        Musikalisch wurde der Gottesdienst von dem Büttelborner Posaunenchor-Leiter Jürgen Glaß geleitet, der gekonnt harmonisch die Musikerinnen und Musiker der beiden Chöre aus Groß-Gerau/Stadtkirche und Büttelborn für die vielen Lieder im Gottesdienst dirigierte.

        Die Kollekte wurde für das Ökumenische Projekt des Dekanats zur Unterstützung von Witwen und Waisen in Kenia gesammelt.  

        Ehrenamtliche bereiteten anschließend Tische, Essen und Beisammensein

        Im Anschluss saßen noch viele bei Erbsensuppe vom DRK Wallerstädten - die vorzüglich mit einem Hauch nach Minze schmeckte - und Getränken an Biertischen in und um das Ev. Gemeindehaus im Europaring 74 in Groß-Gerau/Süd beisammen. Pfarrerin Petra Fuge und Ehrenamtliche aus Wallerstädten, Klein-Gerau und Büttelborn verteilten Suppe, Getränke und bereiteten der Gemeinde einen gelungenen Himmelfahrtstag. Ihnen sei Dank! 

        aus kleiner jüdischer Sekte wird die weltweite Christenheit

        Himmelfahrt ist der Tag, an dem sich der Auferstandene Jesus von den Jüngern trennt mit dem Auftrag, das Evangelium – die „gute Botschaft“ – in alle Welt zu verkünden. Ein gewaltiger Auftrag, der durch eine 2000-jährige Geschichte hindurch verwirklicht worden ist. Aus einer kleinen, unbedeutenden jüdischen Sekte wird die weltweite Christenheit mit Gemeinden in nahezu allen Nationen und ethnischen Gruppen dieser Erde. - Und das ohne millionenschwere online-Kampagne.

        Pfarrerin Ellen Simon verlas aus der Bibel die Geschichte, wie sie Lukas vor 2000 Jahren aufgeschrieben hatte. 

        Heidi Förster
        Öffentlichkeitsarbeit

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