Dekanat Rüsselsheim

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        Vortrag mit TU-Professor Karsten Tichelmann in Klein-Gerau im Rahmen der Themenreihe des Pfarramts Gesellschaftliche Verantwortung des Ev. Dekanats Groß-Gerau-Rüsselsheim „weniger ist mehr“

        Wohnen: günstig und umweltschonend

        Ev. Dekanat GGR

        Am Samstag, den 26. Mai 2018 ist der Darmstädter Professor Karsten Tichelmann von 14.30 bis 16.30 Uhr auf Einladung von Ellen Simon, Pfarrerin für Gesellschaftliche Verantwortung im Ev. Dekanat Groß-Gerau-Rüsselsheim im Volkshaus in Klein-Gerau (Büttelborn) zu Gast. Der TU-Wissenschaftler bringt aus der Deutschlandstudie 2015 beeindruckende Erkenntnisse mit, wie in Ballungsräumen Wohnraum geschaffen werden kann, der zugleich günstig und umweltschonend ist.

        In einem anschaulichen Vortrag wird der Ingenieurwissenschaftler der TU Darmstadt seine Ideen und Forschungsergebnisse im Volkshaus in der Gartenstr. 16 erläutern.
        Die Klein-Gerauer Pfarrerin Ellen Simon, die mit halbem Dienstauftrag Angebote im Rahmen ihres Auftrags für  Gesellschaftliche Verantwortung im Landkreis Groß-Gerau schafft, hat Prof. Dr. Ing. Karsten Tichelmann aus Darmstadt zu diesem öffentlichen Vortrag eingeladen. Mit Blick auf 1,1 bis 1,3 Millionen fehlende Wohnungen in wachsenden Regionen hat der Professor an der „Deutschlandstudie 2015“ für die Schaffung von Wohnraum mitgearbeitet und beeindruckende Antworten. Pfarrerin Ellen Simon fasst die Problemlage zusammen: „Bezahlbarer Wohnraum ist in Metropolregionen wie dem Rhein-Main-Gebiet kaum noch zu bekommen. Die Grundstücks- und Immobilienpreise schießen in die Höhe. Ebenso die Mieten. Gleichzeitig muss sich unsere Region auf immer mehr Einwohnerinnen und Einwohner und damit Wohnraumsuchende einstellen. Die Zahlen steigen kontinuierlich.“
        Wo und in welcher Form soll also kostengünstig der dringend benötigte Wohnraum in diesen Wohnungsmärkten entstehen? Eine beeindruckende Antwort hierauf gibt die "Deutschlandstudie 2015". Das Ziel der Studie war es, die Möglichkeiten zur Schaffung von Wohnraum durch Aufstockungen in ungesättigten Wohnungsmärkten in Deutschland genauer zu untersuchen.

        Neben diesem inhaltlichen Schwerpunkt, werde es bei der Veranstaltung im Klein-Gerauer Volkshaus auch um „Tinyhäuser“ und kleine Modulbauten gehen. Pfarrerin Ellen Simon: „Immer mehr Menschen haben den Traum vom kleinen eigenen Häuschen gerade angesichts der Wohnraumknappheit in den „Schwarmstädten und -regionen“. Drei Menschen, die gerade versuchen, einen Platz für ein kleines Modulhaus zu finden, berichten von ihrer Motivation und ihren Erfahrungen.“

        Die Veranstaltung ist öffentlich. Interessierte sind willkommen.

        Deutschlandstudie 2015:
        Hierfür wurden folgende Betrachtungen durchgeführt:  technologische und konstruktive Voraussetzungen, baurechtliche und baukulturelle Rahmen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen. Sie dienten zur Ermittlung des zusätzlichen Wohnraumpotentials sowie der Vermeidung von der Inanspruchnahme neuer Siedlungsflächen. Für drei repräsentative Städte Bochum (NRW), Darmstadt (Hessen) und Norderstedt (SH) wurde beispielhaft eine Auswertung zu den Potentialen durch Aufstockungen ausgewiesen. Zudem wurden an Best-Practice-Beispielen erfolgreiche Konzepte für die Realisierung von neuem Wohnraum durch Aufstockungen dargestellt.
        Insgesamt ergibt sich durch Aufstockungen ein kostengünstig erschließbares Potential von rund 1,5 Millionen zusätzlichen Wohnungen.

         

        Herr Univ. Prof. Dr.-Ing. Karsten Ulrich Tichelmann, Professor an der TU Darmstadt, studierte Ingenieurwissenschaften an der Technischen Universität Darmstadt und promovierte zum Dr.-Ing. auf dem Gebiet „Leichter hybrider Tragsysteme“ an der Technischen Universität München. Seit 1995 ist er geschäftsführender Gesellschafter der Versuchsanstalt für Holz- und Trockenbau und seit 1998 Partner der Tichelmann & Barillas TSB Ingenieurgesellschaft in Darmstadt. Professor Karsten Tichelmann leitet an der Technischen Universität Darmstadt im Fachbereich Architektur das Fachgebiet Tragwerksentwicklung und Bauphysik. Er hat eine Vielzahl von Publikationen verfasst und Auszeichnungen im In- und Ausland erhalten.
        2009 wurde er in den Vorstand des Fördervereins der Bundesstiftung Baukultur berufen und leitet diesen seit 2011 als Vorstandsvorsitzender. Weiterhin ist er berufenes Mitglied in Sachverständigenausschüssen des Deutschen Instituts für Bautechnik sowie Mitglied in Normungsausschüssen, wie z.B. DIN 4149 „Erdbeben“.

         

        Heidi Förster

        Öffentlichkeitsarbeit

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