Dekanat Rüsselsheim

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        Gedenken am 9.11.2019

        Schweigemarsch zur ehemaligen Synagoge in Groß-Gerau

        Heidi Förster

        Am Schweigemarsch durch die Groß-Gerauer Innenstadt zum Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht nahmen rund 150 Menschen teil, bevor sie sich zur Gedenkfeier am Standort der 1938 niedergebrannten Synagoge versammelten.

        Dekanin Birgit Schlegel erinnerte in ihrer Rede vor dem Gedenkstein der ehemaligen Synagoge in Groß-Gerau an den Anschlag in Halle. "Es ist traurige und bittere Realität, dass auch 81 Jahre nach der Reichspogromnacht und 74 Jahre nach dem Ende des 1000-jährigen Reiches unser Thema immer noch und immer wieder aktuell ist. Unser Thema: Das Gedenken an die Verbrechen des Nationalsozialismus, unsere Fassungslosigkeit und Empörung darüber und unser Kampf und unser Kampf und Engagement dafür, dass sich so etwas nie wieder ereignen möge."  Daher seien wir herausgefordert, "uns zu positionieren, wenn die Würde von Menschen in den Dreck getreten wird, wenn der Frieden gefährdet ist, wenn Menschen wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer Lieber oder ihrer Überzeugungen und ihres Glaubens wegen verfolgt, bedroht und umgebracht werden.
        In der Nacht des 10. November 1938 wurden Häuser, Wohnungen und Geschäfte jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger in Groß-Gerau verwüstet und geplündert. Jüdische Männer und Jung, der jüngste war gerade mal 16 Jahre alt - wurden verhaftet, erniedrigt und öffentlich in Groß-Gerau gedemütigt. Sieben von ihnen wurden nach Buchenwald ins Konzentrationslager gebracht. Die 1892 errichtete dritte und letzte Synagoge in Groß-Gerau wurde verwüstet und in Brand gesetzt.

        Schülerinnen der Prälat-Diehl-Schule referierten nach Zeitzeugenberichten und einer von den Nazis infiltrierten Presse zu den Ereignissen 1938 und riefen zu sozialem Miteinander auf.
        Auch Bürgermeister Erhard Walther mahnte, der Gefahr von rechts entschieden entgegenzutreten.
        Das Bläserensemble der Ev. Stadtkirchengemeinde umrahmte die Gedenkfeier mit Kranzniederlegung.

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