Dekanat Rüsselsheim

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        Ev. Stadtkirche Groß-Gerau

        Verabschiedung von Dekanin Birgit Schlegel

        Heidi Förster

        In einem feierlichen Gottesdienst wurde Dekanin Birgit Schlegel am 20. Februar 2022 in der Ev. Stadtkirche Groß-Gerau von Propst Stephan Arras und Pfarrerin Andrea Schätzler-Weber verabschiedet.

        Heidi Förster

        Die 59-jährige Pfarrerin war seit 2013 Dekanin im Dekanat Groß-Gerau und wurde nach der Fusion mit dem Dekanat Rüsselsheim für weitere sechs Jahre in das leitende Amt gewählt. Kein leichtes Amt, wie Propst Arras betonte, in einer Zeit in der mit der Fusion mit dem Dekanat Rüsselsheim 2016 und der Angliederung mit den Nordgemeinden des ehemaligen Dekanats Ried 2019 immer wieder Veränderungen anstanden. Mit ihrer freundlichen, wertschätzenden Art hat die Dekanin dazu beigetragen, dass die inzwischen 34 Kirchengemeinden im Kreis Groß-Gerau gut zusammengewachsen sind. Für ihr Zuhören, ihre Ermutigungen, das Vertrauen und Verständnis dankten ihr in Grußworten Pfarrer Markus Paul Gärtner und Lucian Lazar, Leiter des Regionalen Diakonischen Werkes. Lucian Lazar betonte in seiner Rede: „Ich habe immer deine Geduld, deine Ruhe bewundert, du hast auch mir den Rücken gestärkt. Deine angenehme Art und dein Humor haben mir sehr geholfen.“ Auch ihre Zuversicht und klare Haltung für die Menschen am Rande der Gesellschaft hob Lazar hervor.
        In ihrer Predigt ermunterte Birgit Schlegel die Gemeinde mit dem Zitat von Timotheus, „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“, in schweren Zeiten nicht aufzugeben. „Dass wir uns nicht abfinden mit der Welt, so wie sie nun mal ist, nicht erstarren, nicht dazu schweigen, sondern reden und aufzeigen, den Finger in die Wunde legen. Es selbst versuchen, anders zu machen.“
        Der Gottesdienst wurde musikalisch eindrucksvoll unter der Leitung von Propsteikantorin Wiebke Friedrich vom Jugendchor und Posaunenchor der Evangelischen Stadtkirche und im Solistenensemble von Kantorin Anna Myasoedova, Kantorin Gunhild Streit, Kantor Martin Höllenriegel und Kantor Jens Lindemann gestaltet. An der Orgel wurden die Chöre von Dr. Johannes Holzheuser an der Orgel und Andreas Schneidewind am Klavier begleitet.

        Birgit Schlegel für die Bewahrung der Schöpfung und gegen das Vergessen
        Für die Bewahrung der Schöpfung bei den Demonstrationen mit Schüler*innen von „fridays for Future“ oder im Einsatz für ein friedliches Zusammenleben setzte sich Birgit Schlegel auch in der Öffentlichkeit ein. Am 9. November 2017 erinnerte sie in einer eindrücklichen Rede gegen das Vergessen: „Ich glaube, wir brauchen eine starke und lebendige Kultur der Erinnerung und zugleich auch eine hohe Aufmerksamkeit für die Entwicklungen in unserer Gesellschaft, die wir nicht alle einfach hinnehmen dürfen. Es gab genug Zeiten in unserem Land, in dem ein Menschenleben nicht viel galt. Wenn wir uns mit Trauer an diese dunklen Zeiten in unserer Geschichte erinnern, so wird unmittelbar klar, warum es so wichtig ist, jetzt Leben zu fördern und zu erhalten und sich gegen jegliche Form der Ausgrenzung, der Abwertung und der Gewalt zur Wehr zu setzen.“
        Unaufdringlich, klug und besonnen vermochte es  Birgit Schlegel, im Dekanat für die Pfarrerinnen und Pfarrer und Mitarbeitenden Fäden zu ziehen und Verbindungs- und Unterstützungssysteme zu schaffen. Birgit Schlegel ist wichtig: „Dass wir aus dem Evangelium leben, dass wir wissen, dass Gott ein menschenliebender Gott ist und dass wir unseren Glauben authentisch rüberbringen.“

        zum Werdegang von Pfarrerin Birgit Schlegel
        Birgit Schlegel ist 1963 in Frankfurt geboren, verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. Nach dem Abitur auf der Carl-Schurz-Schule in Frankfurt studierte sie von 1982 bis 1987 Evangelische Theologie in Erlangen und Heidelberg. Sie lernte klassisches Armenisch, Altgeorgisch, Koptisch und Altsyrisch und arbeitete nach dem Studium als wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Geschichte und Theologie des christlichen Ostens. Von 1988 bis 1991 war sie wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Systematische Theologie bei  Prof. Dr. Reinhard Slenczka und von 1992 bis 1996  Assistentin von Prof. Dr. Karl Christian Felmy am Lehrstuhl für Geschichte und Theologie des Christlichen Ostens in  Erlangen. Ihr Vikariat absolvierte Schlegel von 1997 bis 1999 in der Ev. Auferstehungsgemeinde in Kriftel im Dekanat Kronberg. Nach ihrer Ordination 2003 war Schlegel bis 2013 Pfarrvikarin und Pfarrerin in der Ev. Kirchengemeinde Nauheim im Ev. Dekanat Groß-Gerau und von 2009 bis 2013 stellvertretende Dekanin und Dekanatsjugendpfarrerin. Das Amt der Dekanin übte Schlegel von 2013 bis zur Fusion 2016 im Dekanat Groß-Gerau und seit 2016 im Ev. Dekanat Groß-Gerau-Rüsselsheim aus. Seit 2010 war Schlegel Mitglied der Kommission für den Dialog der EKD mit der Rumänischen Orthodoxen Kirche und ist seit 2021 im Leitungsteam des Evangelischen Forums Orthodoxie der EKHN.

        Zu den Aufgaben der Dekanin
        Die Dekanin vertritt die Kirchenleitung vor Ort. Gemeinsam mit dem Dekanatssynodalvorstand repräsentiert sie die Evangelische Kirche in der Region und in der Öffentlichkeit. Sie trägt laut Kirchenordnung „Sorge für die öffentliche Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung im Dekanat“.  Zu den Aufgaben der Dekanin gehört insbesondere die Personalverantwortung und die Dienstaufsicht über die Pfarrerinnen und Pfarrer.


        Heidi Förster
        Öffentlichkeitsarbeit

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