Dekanat Rüsselsheim

Angebote und Themen

Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote des Dekanates Rüsselsheim - Groß Gerau zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular sind wir offen für Ihre Anregungen.

        AngeboteÜbersicht
        Menümobile menu

        Ausstellung im Katharina-von-Bora Haus

        Verschaff mir Recht

        Foto: Heidi Förster

        Vom 14. November bis zum 1. Dezember 2022 ist im Foyer des Katharina-von-Bora-Hauses im Ev. Dekanat Groß-Gerau-Rüsselsheim die Ausstellung „Verschaff mir Recht“ zu sehen. In der Ausstellung berichten zehn Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender (LGBTs) von ihrer Kriminalisierung durch Staat und Kirche in ihren Heimatländern. Dort werden sie aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität wie Verbrecher behandelt, oder müssen versteckt und in Angst leben.

        Ein glückliches und normales Leben ist für sie dadurch fast unmöglich. Die Ausstellung wurde im Auftrag der Ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) e.V. im Rahmen des Projekts „Gleichberechtigung von LSBT in der katholischen Kirche“ erstellt.
        Gemeindepädagoge Jörg Wilhelm lädt montags bis donnerstags und an den beiden Samstagen, dem 19. und 26. November jeweils von 11 bis 14 Uhr dazu ein, sich die Ausstellung anzuschauen. Gleichgeschlechtliche Handlungen zwischen Männern sind in 78 Ländern strafbar, in 47 Staaten auch weibliche Homosexualität.
        Zehn Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender (LSBT) aus neun Ländern sprechen in dieser Ausstellung über die Auswirkungen der Kriminalisierung auf ihr Leben. Sie waren u.a. willkürlichen Schikanen durch die Polizei, brutalen Erniedrigungen durch gewalttätige Mobs, grundlosen Entlassungen durch Arbeitgeber*innen und dem Rauswurf aus der Schule durch Schulleiter*innen ausgesetzt. Die Kriminalisierung beraubt LSBT des Schutzes ihrer grundlegenden Menschenrechte.
        Wo verstärkt Kirche ungerechte Strukturen, anstatt zu ihrer Auflösung beizutragen? Wie kann Glaube Gerechtigkeit schaffen?
        Die Kirche hätte ein enormes Potenzial, dem Spiel mit menschenfeindlichen Ressentiments entgegenzuwirken und dabei vor allem auch der Instrumentalisierung religiöser Motive eine klare Absage zu erteilen. Hoffnungen, dass die Kirche ihre traditionelle Abwehrposition hinsichtlich der Rechte von LSBT ändern würde, haben sich bisher allerdings leider kaum erfüllt.
        Die Ausstellung trägt dazu bei, das Bewusstsein zu schärfen und den Dialog in der Gesellschaft aufrecht zu erhalten.
        Am 14. November 2022 berichtet Jörg Wilhelm in der Radiosendung von Radio Rüsselsheim von 18.00 bis 19.00 Uhr von der Ausstellung. Zu hören ist die Sendung auf UKW 90.0 oder per Internet unter www.radio.de/s/ruesselsheim.
        Unterstützt wird die Ausstellung auch vom Büro für Frauen und Chancengleichheit des Landkreises Groß-Gerau.


        Heidi Förster
        Öffentlichkeitsarbeit

         

         

         

        Diese Seite:Download PDFDrucken

        to top